Kommunikation mit Hilfe von Emojis: Samsung hat den Wemogee-Messenger entwickelt, der einen Chat auch komplett ohne Textzeilen ermöglichen soll. Was zunächst nach einer witzigen Idee klingt, hat einen ernsten Hintergrund und ist besonders für Personen mit einem ganz bestimmten Leiden entwickelt worden.

Wemogee ist in erster Linie für Menschen gedacht, die unter der Störung "Aphasie" leiden, wie Samsung auf der offiziellen Webseite der App schreibt. Diese kann  durch eine Hirnschädigung entstehen, beispielsweise nach einem Schlaganfall oder einem Schädel-Hirn-Trauma. 

Versendet ein aphasischer Nutzer eine Emoji-Nachricht, wandelt die App diese in Text um. Wemogee bietet deEmpfänger dann Vorschläge an, wie eine Antwort mit passenden Emoji-Pictogrammen aussehen könnte. So wird die Kommunikation für beide Seiten leichter.

Die App ist im Google-Playstore - im Moment aber nur auf Italienisch und Englisch - zu finden. Weitere Sprachen sollen folgen.

Smartphones und Tablets sind für Menschen mit motorischen Einschränkungen oft von nur geringem Nutzen, da die Steuerung dieser Geräte über den Touchscreen erhebliche feinmotorische Fähigkeiten voraussetzt.

Apple hat darauf schon früh reagiert; eine Übersicht der Möglichkeiten zur erleichterten Bedienung bei Apple finden Sie über diesen Link; und hier für die neueste Version iOS8 (alle in Englisch).

Bei Android kommt auch langsam etwas in Bewegung, mehr dazu in diesem Artikel (in Englisch).

Smartphones und Tablets mit Windows haben die Zeichen der Zeit offensichtlich noch nicht erkannt, leider!

Für PCs unter Windows gibt es allerdings schon lange ein (kostenloses) Hilfsprogramm, um jeden Punkt des Bildschirms mit nur einem Taster anzusteuern: XMaus und XXMaus

 

Leider hat die Gruppe inzwischen (2017) die Entwicklung und den Vertrieb der Augensteuerung eingestellt.

Die dänische Gruppe TheEyetribe will einen Eyetracker für weniger als 100 Euro auf den Markt bringen. Noch ist das Gerät nicht kommerziell verfügbar, es werden jedoch schon einzelne Exemplare an Entwickler ausgeliefert.

Der Eyetracker wird einfach über eine USB 3.0-Schnittstelle an den Rechner angeschlossen.

Mehr: https://theeyetribe.com/products/

Neuartige Mensch-Maschine-Schnittstelle

Ohrmuskeln lassen sich gezielt aktivieren. So lassen sich technische Hilfsmittel wie Rollstühle oder Prothesen steuern. Bislang war das nur eine Idee. Erstmals können jetzt Wissenschaftler aus Göttingen, Heidelberg und Karlsruhe belegen, dass die Idee funktioniert. Gemeinsam haben die Forscher dafür den Prototyp einer innovativen Mensch-Maschine-Schnittstelle entwickelt. Ein kleiner Chip hinter dem Ohr zeichnet Muskelsignale auf, die dann per Funk an einen Computer übertragen werden, der dann den Rollstuhl steuert.

Es werden noch Personen gesucht für die Erprobung des Systems.