Wie funktioniert das eigentlich, wenn der Computer spricht?
Um den Computer Texte sprechen zu lassen, braucht man eine künstliche Stimme und eine Software (SAPI), die den geschriebenen Text  elektronisch so aufbereitet, dass die Stimme damit „etwas anfangen“ kann. Software dazu und weitere Infos gibt es unter dem Menüpunkt Sprechen.


Schema SAPI
Die Installation einer künstlichen Stimme allein ist daher nicht immer ausreichend. Da funktionieren Computer ausnahmsweise einmal ähnlich wie Menschen: wer sprechen kann, kann nicht immer lesen – und wer lesen kann, kann nicht immer auch sprechen.

Auf den meisten Computern aber ist die Software zur "Übersetzung" von Texten in Sprache (das sogenannte Application Programming Interface, kurz API) bereits vorhanden; bei Windows-Computern ist heißt aktuelle Version SAPI5 (speech application programming interface). Die künstliche Stimme muss zu dieser Software passen. Moderne künstliche Stimmen beherrschen alle den SAPI5-Standard, ältere Stimmen nach dem SAPI4-Standard funktionieren aber meistens auch.

Künstliche Stimmen, die zusammen mit einem bestimmten Programm gekauft werden, sind oft an dieses Programm gekoppelt; man kann sie dann nicht mit anderer Software zur Sprachausgabe nutzen. In diesem Fall muss man leider eine zusätzliche Stimme kaufen, die mit jeder Software funktioniert.

Gute und zugleich preiswerte deutsche Stimmen findet man z. B. bei Cereproc; für den PC (Windows und Mac) ca. 35 Euro, für Android ca. 1,50 €. Die deutsche weibliche Stimme "Steffi" findet man auf verschiedenen Seiten im Internet zum kostenlosen Download. Aber Vorsicht, manche dieser Downloads enthält Computerviren.

Programme ohne eigene künstliche Stimme sind z. Beispiel Balabolka, Etriloquist, QuickListSprich! (alle kostenlos).
Ein besonderes Programm ist Meine eigene Stimme, bei dem Sie ihre eigene Stimme als künstliche Stimme aufnehmen lassen können.